Starthilfe

Im Winter oder bei älteren Autobatterien kann es vorkommen, dass sich die Batterie vollständig entlädt. In diesem Fall kann man auf die Pannenhilfe vom ADAC warten oder aber dem Auto selbst Starthilfe geben bzw. bekommen. Für eine Starthilfe von Fahrzeug zu Fahrzeug benötigt man zwei Autos und ein Starthilfekabel.

Dieses Starthilfe- oder Überbrückungskabel bestehen in der Regel aus 2 Kabelsträngen in Rot und Schwarz und an den Enden ist je eine Zange angebracht. Wie bei allen anderen Dingen gibt es auch bei diesen Kabeln Unterschiede in der Qualität. So zeugt z. B. ein höherer Querschnitt im Kabel von einer besseren Qualität.

Vor der Starthilfe beachten

Vor der Starthilfe müssen an beiden Autos die Batterien lokalisiert und anschließend so nah wie möglich nebeneinander geparkt werden. Die Batterien sitzen teilweise an unterschiedlichen Stellen im Motorraum oder im Kofferraum, was die Starthilfe etwas erschweren kann.

ACHTUNG! Die Beiden Fahrzeuge dürfen sich auf keinen Fall berühren. 

starthilfeBeim Anklemmen der Starthilfekabel sollten beide Fahrzeuge ausgeschaltet sein. Überprüfen Sie bitte die Autobatterie des zu startenden Fahrzeuges. Im Winter kann es dazu kommen, dass die Batterie einfriert. In diesem Fall dürfen Sie auf keinen Fall die Fahrzeuge überbrücken, da es zu einer Explosion kommen kann.
Schalten Sie außerdem in dem Starthilfe gebendem Fahrzeug alle Verbraucher wie z.B. Radio, Heizung, Beleuchtung und Sitzheizung aus.

Starthilfe geben

Wenn die Fahrzeuge richtig stehen und beide ausgeschaltet sind. Dann können Sie mit der Starthilfe beginnen:

ACHTUNG! Sie dürfen in keinem Fall Plus- und Minuspol vertauschen. Rot ist für Plus und schwarz für Minus.  
  1. Befestigen Sie zuerst das Ende des roten Starthilfekabels am Plus-Pol der leeren Autobatterie. Anschließend das anderen Ende am Plus-Pol der vollen Batterie.
  2. Danach befestigen Sie das eine Ende des schwarzen Kabels am Minus-Pol der vollen Batterie und das andere Ende an einem unlackierten Metallteil im Motorraum oder dem Motorblock selbst. Man sollte das zweite schwarze Ende nicht mit dem Minuspol der leeren Batterie verbinden, da sich Funken bilden können.
  3. Überprüfen Sie alle Kabel noch einmal darauf ob Sie korrekt sitzen und die Metallzähne in den Klammen auch wirklich auf den einzelnen Batteriepolen sitzen.
  4. Wenn beide Kabel richtig sitzen, dann können Sie das stromgebende Auto im Leerlauf starten.
  5. Anschließend kann das Fahrzeug mit der leeren Batterie gestartet werden. Läuft nun das Auto wieder, dann lassen Sie die Verbindung ca. 30 Sek. bestehen.
  6. Stellen Sie jetzt den Motor des stromgebenden Autos wieder ab.
  7. Wenn das Fahrzeug immer noch läuft, dann können Sie nun zuerst das schwarze Kabel entfernen.
  8. Anschließend können Sie das rote Kabel entfernen.
  9. Sie sollten nun einige Kilometer mit dem Fahrzeug fahren, damit sich die Batterie wieder aufladen kann.
ACHTUNG! Die Kabel werden in umgekehrter Reihenfolge wieder entfernt! 

Sollte sich das Auto wiedererwartend nicht starten lassen, dann sollten Sie den Startvorgang nach ca. 10 Sek. abbrechen und es nach 30 Sek. noch einmal probieren. Falls das Fahrzeug danach wieder abstirbt oder sich wieder nicht starten lässt, dann ist vermutlich die Batterie oder die Lichtmaschine defekt.

Kauf eines Starthilfekabels

Achten Sie beim Kauf von Starthilfekabeln auf die DIN-Norm 72 533 bzw. ISO-Norm 6722. Außerdem sollte das Kabel mindestens einen Querschnitt von 16mm² für Benzin-Motoren über 2,5 Liter Hubraum haben, sowie mindestens 25mm² für Dieselmotoren. Die Isolierung sollten komplett aus Kunststoff sein um einen Kurzschluss zu vermeiden. Nur die Zähne in den Klemmen müssen aus Metall bestehen.

Tragbarer Akkupack als Alternative

Als Alternative zu einem Starthilfekabel gilt ein leistungsfähiger tragbarer Akkupack. Der Vorteil darin besteht, dass man kein zweites Fahrzeug zum Fremdstarten benötigt. Gute Akkupacks gibt es schon recht günstig.